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Freitag, 18. April 2014

„Riskante Begierden“ von Taeko Kono

Der zweite Weltkrieg tobt weltweit. Das Kriegsgeschehen verlagert sich mehr und mehr auf die japanische Hauptinsel und fordert täglich Opfer unter den Soldaten und Zivilisten. Doch das Ehepaar Otaka interessiert sich trotz der apokalyptischen Zustände primär für das eigene Sexualleben. Der Ehemann Masataka Otaka, der die viel jüngere Hinako Sagara geheiratet hat, ist masochistisch veranlagt und leitet seine Frau an, ihn mit immer strengeren Züchtigungen zu bestrafen.

Taeko Konos Roman „Riskante Begierden“ wird aus der Sicht der jungen Ehefrau Hinako geschildert und setzt mit diesen beiden Sätzen ein:

„Hinako heiratete Otaka Masataka im Frühling 1941. Damit nahm eine sonderbare Ehe ihren Anfang, auf die sie nicht im geringsten gefasst war.“ (S. 7)

Doch bevor dem Leser die bizarre Ehe vorgeführt wird, wird er zunächst über diverse Familienverflechtungen und Eigenarten der Personen aufgeklärt, darf der Anbandelung von Hinako und Masataka beiwohnen und erlebt in deren Hochzeitsnacht mit, dass die traditionelle Rollenverteilung umgedreht wird: Die starke, befehlende Kraft soll Hinako spielen, Masataka will sich ihr unterordnen. Freilich klappt das Liebesspiel mit der jungfräulichen Hinako noch nicht reibungslos, aber das soll sich von Mal zu Mal ändern.

Mit „Riskante Begierden“ liegt jedoch kein expliziter SM-Roman vor. Dafür werden die wenigen Sex-Szenen zu spärlich auf den über 300 Seiten verteilt. Viel mehr Raum wird dem alltäglichen Leben und der Familiengeschichte eingeräumt. So wird ein großer Gegensatz zwischen den Otakas und Sagaras deutlich: Die liebevolle, geordnete Otaka-Familie steht einer chaotischen Sagara-Familiengeschichte mit cholerischem Familienoberhaupt gegenüber. Eine Parallelität findet sich dagegen in Hinakos Liebesleben: Die beiden Männer in ihrem Leben sind beide vom Todeswunsch beseelt.

In der Kritik wurde „Riskante Begierden“ unter anderem als subtiles Meisterwerk der Autorin gepriesen, als der Roman 1990 in Japan erschien. Diese Subtilität mag für japanische Leser sicherlich vorhanden sein (z.B. in dem komplizierten Geflecht von Höflichkeitsregeln in der Anrede), wirkte aber auch mich so glatt gar nicht. Natürlich entdeckt man eine Entwicklung im Charakter der Hinako, doch im Grunde blieb sie für mich eine naives Mädchen aus gutem Haus, das sich auf ein Spiel mit ihrem Ehemann einlässt. Gut behütet macht sie sich nur wenige Gedanken, die über ihr Eheleben hinausgehen. Doch selbst bezüglich des Schicksals ihres Mannes erscheint sie regelrecht indifferent. So bleibt sie als Protagonistin unzugänglich, ihre Motive bleiben im Unklaren und ihre Gedankengänge beginnen immer mehr zu nerven. Sie wirkt weltfremd und scheint sich keinerlei Vorstellungen von der Zukunft oder von den Konsequenzen ihres Handelns zu machen.

„Riskante Begierden“ reicht für mich nicht ansatzweise an Taeko Konos Erzählband „Knabenjagd“ heran, der wirklich unter die Haut geht. „Riskante Begierden“ langweilt dagegen.

Bibliographische Angaben:   
Kono, Taeko: „Riskante Begierden“ (Übersetzung aus dem Japanischen: Mangold, Sabine & Hayasaki, Yukari), Suhrkamp, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-39897-0

Samstag, 7. Juli 2012

„Geständnis einer Maske“ von Yukio Mishima

Der Protagonist in Yukio Mishimas „Geständnis einer Maske“ entblößt vor dem Leser sein wahres Gesicht. Er beginnt sein Geständnis mit Erinnerungen an seine Kindheit. Mit Argwohn betrachtet er in einem illustrieren Buch die als Ritter gekleidete Jeanne d’Arc, doch er selbst hat ein Faible dafür, sich als wie eine Frau zu kleiden. Als er eine Abbildung des Heiligen Sebastians während dessen Märtyrertods zu Gesicht bekommt, ist dies für ihn eine sexuelle Offenbarung. Er fühlt sich von dem leidenden Adonis angezogen und hat fortan Phantasien von blutenden, jungen Männern, die so weit gehen, dass er sich gar vorstellt, wie er sie selbst mit einem Messer abschlachtet und die sterbenden Lippen küsst.

Es ist ihm bewusst, dass er anders ist als seine gleichaltrigen Geschlechtsgenossen und verbirgt sich hinter einer Maske der Normalität. Auch als er sich in einen Mitschüler verliebt, kann er dies erfolgreich verbergen. Mit 20 Jahren versucht er verkrampft, sich in Sonoko, die Schwester eines Freundes zu verlieben. Doch während Sonoko sich in ihn verliebt, fühlt er sich nur wohl in ihrer Gegenwart – sexuell lässt sie ihn völlig kalt. Als die junge Frau einen Heiratsantrag von ihm erwartet, macht er einen Rückzieher. Und selbst bei Prostituierten versagt sein bestes Stück. So muss er von dem Kumpan, mit dem er seinen Ausflug ins Rotlichtviertel begonnen hatte, fürchten, als impotent geoutet zu werden.

„Geständnis einer Maske“ liest sich auf zweierlei Weise etwas schwer: Der Protagonist neigt zur ständigen Reflektion, die passagenweise ziemlich gestelzt wirkt. Und trotzdem bleibt er für den Leser – oder zumindest für mich – recht unzugänglich. Das Leid des Außenseiters oder seine Suche nach Erfüllung wird nicht plastisch, sondern überintellektualisiert. Dazu kommen die verstörenden, homosexuellen Gewalt-Phantasien, die über Sadomasochismus weit hinausgehen und bluttriefend den Tod des Objekts der Begierde heraufbeschwören. Daher kann man als Leser nur hoffen, dass der Protagonist nie sexuelle Erfüllung finden mag, wenn diese nur durch Mord realisiert werden kann.

Ein bisschen glaubt man, den Autor, der seinen Körper mit Bodybuilding stählte und einen besonders blutigen Selbstmord wählte, ein bisschen besser nach der Lektüre von „Geständnis einer Maske“ verstehen zu können. Zart besaitete Leser sollten jedoch lieber die Finger von dem autobiographisch geprägten Roman lassen.

Bibliographische Angaben:
Mishima, Yukio: „Geständnis einer Maske“, Rowohlt, Reinbek 1988, ISBN 3-499-15652-0

Sonntag, 27. November 2011

„Knabenjagd“ von Taeko Kono

Taeko Konos „Knabenjagd“ enthält neben der gleichnamigen Erzählung vier weitere namens „Krabben“, „Die letzten Stunden“, „Die Flut“ und „Eisenfisch“.

„Knabenjagd“ ist wohl die bekannteste Erzählung von Taeko Kono und auch ihre verstörendste: Akiko verspürt eine enorme Abneigung gegen kleine Mädchen im Alter zwischen drei und zehn Jahren. Umso mehr fühlt sie sich zu kleinen Jungen hingezogen. Am Ziel, Opernsängerin zu werden, ist Akiko gescheitert. Mit Übersetzungen verdient sie mehr schlecht als recht. Ihre forsche Art findet einen krassen Gegenpol in ihrer Sexualität: Sie liebt es, von ihrem Partner geschlagen zu werden. Die Brutalität der sadomasochistischen Praktiken steigert sich von Mal zu Mal. Die masochistisch veranlagte Akiko läuft Gefahr, ihre Lust mit dem Leben zu bezahlen. Vielleicht schlummert auch insgeheim dieser Wunsch in ihr. Denn auch in ihrer liebsten Fantasie wird ein kleiner Junge zu Tode geschlagen.

Yuko ist die Protagonistin in „Krabben“. Sie erholt sich gerade von ihrer Tuberkulose und bittet ihren Ehemann Kajii darum, zur Kur ans Meer fahren zu dürfen. Hier fühlt sie sich wie befreit und könnte sich gar vorstellen, ihren patriarchalischen Mann zu verlassen und in dem Küstenort neu anzufangen. Als ihr Neffe Takeshi mit seinen Eltern zu Besuch kommt, erreicht sie mit dem Versprechen, mit ihm Krabben suchen zu gehen, dass er bei ihr zwei Tage verbringt, bis Kajii sie aufsuchen wird. Doch das scheinbar einfache Unterfangen, am Strand eine Krabbe zu finden, erweist sich als ein Projekt der Unmöglichkeit.

„Die letzten Stunden“ sind die von Noriko, die in 26 Stunden sterben soll. In dieser Situation beginnt sie über ihre Ehe mit Asari nachzudenken. Die Ehepartner lieben sich, aber im Alltag gibt es keine Auseinandersetzungen. Noriko nimmt gar von ihrer Vorgängerin vergessene Gegenstände dankbar als Geschenke von Asari an. Kann man dies als eine richtige Ehe bezeichnen? Oder sind sie nur eine Frau und ein Mann, die zusammenleben?

Ein 12-jähriges Mädchen erlebt in „Die Flut“ den Beginn des zweiten Weltkriegs, der in Kontrast zum beschaulichen Leben zuvor illustriert wird. Kriegsschiffe halten eine Parade ab, die Kinder werden auf Tapferkeit und Fleiß eingeschworen, Feuerwerke dürfen nicht mehr stattfinden, der Klassenlehrer wird eingezogen und für die Schuluniform kann nur noch minderwertiger Stoff verarbeitet werden.

Die Frau hat ihren Ehemann verloren, da er in den „Eisenfisch“ stieg, der gegen den Rumpf des Riesenfisch rammte. Nun wird ihr Ehemann in einem Heiligtum verehrt. So lautet die Umschreibung der Frau für den Tod ihres Manns als menschlicher Torpedo im zweiten Weltkrieg. Das Heiligtum ist der Yasukuni-Schrein, der den gefallenen japanischen Soldaten gewidmet ist. Erst Jahre nach Kriegsende findet die Frau die Kraft, den Schrein und insbesondere einen ausgestellten Torpedo zu besichtigen. Doch sie kann sich den Schrecken des Krieges nur stellen, indem sie verklausuliert von Eisenfischen und Riesenfischen spricht.

Mit Ausnahme von „Die Flut“ kreisen die Themen des Bandes um die Ehen und Partnerschaften der Protagonistinnen. In einer patriarchalischen Gesellschaft finden die Frauen unterschiedliche Strategien zur Bewältigung des Alltags, mögen sie auch noch so bizarr sein.

Einige Stellen in „Knabenjagd“ sind so drastisch, dass man sie am liebsten Überlesen würde. Doch insbesondere „Eisenfisch“ ist ein raffiniert konstruiertes Stück Erzählkunst, das man nicht missen möchte.

Mittwoch, 7. September 2011

„Hotel Iris“ von Yoko Ogawa

Yoko Ogawa gilt als Meistererzählerin von schaudrigen Geschichten. Auch mit „Hotel Iris“ gelingt es ihr, beim Leser eine unwohlige Stimmung entstehen zu lassen: Die junge Mari muss seit dem Tod einiger Angehörigen ihre Mutter beim Betrieb des familieneigenen Hotels am Meer unterstützen. Die Mutter kommandiert sie herum, quält sie jeden morgen damit, ihr die Haare streng zurück zu frisieren. Als ein alter Herr eines Tages im Hotel übernachtet, kommt es zu einem Skandal: Eine Prostituierte, die er zu sich bestellt hat, wird von ihm vor die Zimmertür geworfen, da sie sich weigert, ihm in der gewünschten Weise zur Verfügung zu stehen. Lauthals beschimpft sie den Mann, bis das ganze Hotel in Aufruhr ist. Während Maris Mutter wieder für Ruhe sorgt, ist Mari wie gebannt von der Reaktion des Freiers: In autoritärem Befehlston sagt er nur „Schweig, Hure“ zu der Prostituierten.

Wenige Tage später begegnet Mari dem alten Mann zufällig beim Einkaufen und verfolgt ihn scheinbar unbeobachtet. Doch dem Mann ist dies nicht entgangen und er stellt Mari zur Rede. Ganz langsam kommen sich die beiden etwas näher, schreiben sich Briefe und treffen sich, wenn es Mari gelingt, sich heimlich aus dem straff organiserten Hotelbetrieb davon zu stehlen. Mari erfährt, dass er Übersetzer ist und auf einer Insel lebt, die man mittels einer Fähre von Maris Heimatort aus erreichen kann. Auf dem Festland ist der alte Herr ein unsicherer, unbeholfener Mann. Doch als sie ihn auf der Insel besucht, zeigt er seine autoritäre Seite, die Mari so im Hotel fasziniert hat. Mari liefert sich ihm mit Wonne aus, wird gefesselt, geschlagen und bestraft, muss gehorchen und dem alten Mann zu Diensten sein. So gehorcht Mari in ihren beiden Welten: Im Hotel und auf der Insel. Begibt sie sich von der einen in die andere Abhängigkeit? Oder versucht sie ihrer Mutter gegenüber zu rebellieren?

„Hotel Iris“ ist trotz des Themas aufgrund der nüchternen Sprache von Yoko Ogawa meiner Meinung eher nicht als erotische Literatur einzustufen. Vielmehr löst die völlige Hingabe der jungen Frau ein unangenehmes Befremden beim Leser aus. Zudem wird der Übersetzer alles andere als anziehend beschrieben: In alltäglichen Situationen wirkt er sogar bemitleidenswert. Sein alter Körper ist schlaff und so überhaupt nicht erotisch. Damit sorgt Yoko Ogawa wieder einmal für ganz unbehagliche Gänsehaut.

Mittwoch, 24. August 2011

„Sünde“ von Shusaku Endo

Der Protagonist Suguro ist genau wie Shusaku Endo ein katholischer Autor. Sein bevorzugtes Sujet ist die Sünde. Laut Suguros Ansicht äußert sich in der Sünde der Wunsch nach der Wiedergeburt, denn der Sünder sucht nach einem Ausweg aus der beengenden Gegenwart; aus dem Dasein schlechthin.

Die Handlung setzt ein, als Suguro als Mittsechziger einen Preis für sein Lebenswerk erhält. Auf dieser feierlichen Verleihung macht er gleich zwei unangenehme Begegnungen: Wer ist dieser bösartige Kerl, der ihm bis aufs Haar gleicht und sich nur kurz blicken hat lassen? Und warum behauptet eine ungeladene Straßenkünstlerin steif und fest, sie hätte seine Bekanntschaft im Rotlichtviertel gemacht, obwohl er in dieser Ecke der Stadt als katholisch-moralische Instanz bestimmt nicht verkehrt?

Die Probleme beginnen, als es sich ein Sensationsjournalist zur Aufgabe macht, Suguros anscheinend wahres, unmoralisches Gesicht zu entblößen, und ihm permanent auf den Fersen ist. Suguro wiederum begibt sich auf die Suche nach dem hinterlistigen, schamlosen Doppelgänger, der mit seinem Gebaren Suguros Reputation ernsthaft in Gefahr bringt. Dabei lernt er eine geheimnisvolle Frau kennen, die offensichtlich zwei absolut gegensätzliche Gesichter hat. Zudem hat Suguro eine blutjunge Mittelschülerin als neue Putzhilfe eingestellt. Ob der geradlinige Suguro nun nicht doch einmal in Versuchung kommt?

Shusaku Endos „Sünde“ ist nicht nur ein spannender Roman, sondern setzt sich auch damit auseinander, inwieweit jeder Mensch nicht ohnehin ein Stück des Bösen in sich trägt. Die Handlung ist zudem angereichert mit (lesbischen) SM-Szenen und lassen damit Shusaku Endo weit weniger moralisch als seinen Protagonisten Suguro wirken.

Montag, 21. Februar 2011

„Tokyo Love“ von Hitomi Kanehara

„Tokyo Love“ von Hitomi Kanehara ist ein recht schmächtiges Büchlein von 117 Seiten. Lui („Lui kommt von Louis Vuitton“) lernt den Schlangenmann Ama kennen, der sich seine Zunge im Piercing Studio spalten hat lassen und nun über eine split tongue verfügt. Fasziniert von dieser Zunge und seiner Tätowierung lässt sich Lui im selben Piercing- und Tattoo-Studio die Zunge piercen und entschließt sich, sich den Rücken tätowieren zu lassen. Der Inhaber des Studios, der sadistisch veranlagte Shiba-san, strahlt eine sexuelle Anziehung auf Lui aus. So ergibt es sich, dass Lui zwar beim Schlangenmann Ama lebt und mit ihm eine Beziehung führt, aber mit Shiba-san wilden sado-maso Sex praktiziert. Der Alltag von Lui ist dagegen fad: Hin und wieder geht sie einem Hostessen-Job nach, lebt aber von Amas Gehalt. Ohne Alkohol kommt Lui nicht mehr aus, aufs Essen verzichtet sie dafür umso mehr. Nach einem Alkohlexzess dreht Ama durch und begeht Totschlag an einem Schlägertyp. Ama steuert auf eine Katastrophe zu…

Für „Tokyo Love“ hat Hitomi Kanehara den Aktuagawa-Preis erhalten. Jedoch frage ich mich, ob die Jury hier weniger literarische Genialität als das gesellschaftlich relevante Statement an sich prämiert hat: Nämlich dass die japanische Jugend sich leer fühlt, keine beruflichen Perspektiven sieht, sich in allerlei Exzesse stürzt und mit einem „normalen“ Erwachsenendasein nichts zu tun haben will.

Manche Stellen im Buch sind sogar leicht einfältig. „Kein Problem, ich halte mein Gewicht seit Jahren.“ sagt die erst 19-jährige Lui zum Tätowierer. In dem Alter ja auch noch kein Problem… Sie lässt sich die Zunge piercen und kann danach sofort munter weiterplappern. Eigentlich sollte die Zunge so angeschwollen sein, dass sie nur lallen kann. An anderen Stellen kann man sich nur wundern, warum sie mit einem potenziellen Mörder zusammenlebt.

Insgesamt ist „Tokyo Love“ für mich zu unausgegoren und eher eine überspitzte Bestandsaufnahme als ein guter Roman. Die Autorin möchte mit extremem Körperschmuck, body modification und SM-Praktiken schockieren, was ihr sicherlich auch gelingt. Aber die Story selbst erscheint viel zu fiktiv und die Protagonisten bleiben charakterlich flach.