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Freitag, 24. Februar 2012

Tsutomu Mizukami

Tsutomu Mizukami (1919-2004; auch: Tsutomu Minakami) wurde in Wakasa als Sohn eines armen Tischlers, der für Tempel und Schreine arbeitete, geboren. Im Alter von neun Jahren wurde er als Novize in einen lokalen Zen-Tempel geschickt. Es folgten verschiedene Tempel in Kioto. Nach wenigen Jahren ließ Tsutomu Mizukami das für ihn unerträgliche Tempelleben hinter sich. Er begann an der Ritsumeikan Universität japanische Literatur zu studieren, musste jedoch wegen Geld- und Gesundheitsproblemen sein Studium ohne Abschluss abbrechen. Anschließend schlug er sich mit den verschiedensten Beschäftigung durch (vom Geta-Verkäufer bis hin zum Manager eines Mahjong-Spielkasinos).

Schließlich wurde der Autor Koji Uno sein Mentor. 1948 veröffentlichte Tsutomu Mizukami seinen ersten Roman, der so floppte, dass er für die nächsten zehn Jahre das Schreiben einstellte. Erst 1959 veröffentlichte er seinen nächsten Roman, einen Krimi, der stilistisch vom Autor Seicho Matsumoto beeinflusst war. 1961 erhielt er für den Roman „Im Tempel der Wildgänse“, der auf seinen Erfahrungen als Zen-Novize beruht, den Naoki-Preis. Es folgten unter anderem der Eiji Yoshikawa-, der Junichiro Tanizaki- und der Yasunari Kawabata-Preis.

Im Alter widmete er sich zudem der traditionellen Papierherstellung und dem Töpfern. 2004 starb Tsutomu Mizukami an einer Lungenentzündung.

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Ins Deutsche übersetzte Romane/Erzählungen und hier rezensiert:

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