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Samstag, 12. Mai 2012

Kyoko Hayashi

Die 1930 in Nagasaki geborene Autorin Kyoko Hayashi wuchs aufgrund der Versetzung ihres Vaters von 1931 bis zu Beginn des Jahres 1945 in Shanghai auf. Im März 1945 kehrte die Familie ohne den Vater im Zuge der Repatriierung nach Nagasaki zurück. Kyoko Hayashi wurde im Nagasaki-Mädchengymnasium eingeschult, doch allzu bald wurden die Schülerinnen zum Arbeitseinsatz in die Mitsubishi-Waffenwerke eingezogen.

Am 09. August 1945, als über Nagasaki die Atombombe abgeworfen wurde, war Kyoko Hayashi weniger als eineinhalb Kilometer vom Explosionszentrum entfernt. Wie durch ein Wunder überlebte Kyoko Hayashi den Atombombenabwurf ohne größere, von außen erkennbare Verletzungen. Die radioaktive Strahlung jedoch löste eine mittelschwere Strahlenkrankheit aus. 1953 schenkte sie einem gesunden Sohn das Leben.

Im Jahr 1962 begann Kyoko Hayashi mit dem Schreiben. 1975 gelang ihr der literarische Durchbruch, als sie für „Der Ritualplatz“ mit dem begehrten Akutagawa-Preis ausgezeichnet wurde. Es folgten viele weitere, bedeutende japanische Literaturpreise.

Ihre Werke befassen sich einerseits mit ihrer Kindheit in Shanghai, andererseits mit dem Leben als Hibakusha (= Atombombenopfer).

Interessante Links:

Ins Deutsche übersetzte Erzählungen und hier rezensiert:

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