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Montag, 1. Juli 2013

Sessue Hayakawa

Sessue Hayakawa
(Creative Commons Lizenz)
Sessue Hayakawa wurde als Kintaro Hayakawa und Sohn eines Samurai 1889 in der Präfektur Chiba geboren. Eine Trommelfellverletzung machte die vom Vater erwünschte Karriere bei der japanischen Marine zu nichte. Es folgte ein missglückter Selbstmordversuch durch Seppuku. Nachdem Sessue Hayakawa aus dem Krankenhaus entlassen worden war, wurde er zeitweise buddhistischer Laien-Mönch. Obwohl der Vater zunächst gegen einen Auslandsaufenthalt seines Sohnes war, ließ er ihn doch zum Studieren in die USA gehen. Nach seinem Abschluss begann Sessue Hayakawa eine Karriere als Schauspieler, die ihn schließlich nach Hollywood führte und zu einem Weltstar machte. Zeitweilig rangierte er in einer Liga an Popularität und Gagenhöhe mit Größen wie Charlie Chaplin.

Seine kosmopolitische Umtriebigkeit, die ihn zwischen den USA, Japan, Frankreich und dem UK pendeln ließ, setzte der zweite Weltkrieg unter Zwangspause. Fern von seiner Familie in Japan verbrachte Sessue Hayakawa die Kriegsjahre in Paris. In den Nachkriegsjahren drehte er wieder in und für Hollywood. Seine bekannteste Rolle bekleidete er in „Die Brücke am Kwai“ als Oberst Saito.

In den 60er Jahren zog Sessue Hayakawa sich langsam aus dem Filmrummel zurück. In Japan betätigte er sich als Zen-Priester und Schauspiellehrer. 1973 starb er an einem Hirnschlag.

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Ins Deutsche übersetzte Autobiographien und hier rezensiert:

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