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Sonntag, 27. Mai 2018

Hideo Yokoyama

Der Autor und Karikaturist Hideo Yokoyama wurde im Jahr 1957 in Tokio geboren. Nach seinem Abitur ging er auf das International College of Business (ebenfalls in Tokio). Im Jahr 1979 begann er, bei der Kamiyosei Shimbun, einer Regionalzeitung der Provinz Gunma, als investigativer Journalist zu arbeiten. Als ihm 1991 für eine Kurzgeschichte der neunte Suntory Mystery Award verliehen wurde, kündigte er seine Stelle und wurde freischaffender Schriftsteller. Da er seine Ehefrau und zwei Kinder zu versorgen hatte, hielt er die Familie mit diversen Jobs, zum Beispiel im Sicherheitsdienst, über Wasser.

Erst 1998 debütierte er mit dem Roman „Saison der Schatten“, für den er den Seicho Matsumoto-Preis erhielt.

Hideo Yokoyama stürzte sich daraufhin in einen extrem ungesunden Lebensstil, um möglichst produktiv zu sein. Er schrieb bis zu 20 Stunden am Tag und hielt sich mit Energy Drinks und aufputschenden Medikamenten wach. Während er an „64“ schrieb, erlitt er im Jahr 2003 einen Herzinfarkt, von dem er sich wieder erholen konnte. Drei Jahre später konnte er den Roman schließlich beenden.

In seine Werke lässt Hideo Yokoyama seine Erfahrungen und Rechercheergebnisse aus seiner Zeit als Journalist einfließen. So basiert einer seiner Romane beispielsweise auf Interviews zum Unfall des Japan Airlines Flug 123, bei dem mehr als 500 Menschen ums Leben kamen. Der Roman „64“ wiederum ist aus der Sicht eines Pressesprechers geschrieben.

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Ins Deutsche übersetzte Romane und hier rezensiert:

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