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Sonntag, 14. Januar 2018

Tatsuo Hori

Tatsuo Hori
(Photocredit: Creative
Commons)
Tatsuo Hori wurde 1904 in Tokio geboren und im Alter von vier Jahren von seinem Stiefvater adoptiert. Obwohl er zunächst auf einer naturwissenschaftlichen Schule war und eigentlich Mathematiker werden wollte, studierte er später Literatur an der Universität von Tokio. Während des Studiums widmete er sich Übersetzungen französischer Literatur (z.B. Werken von Apollinaire, Cocteau, Gide, Proust und Mauriac), die in der Zeitschrift Roba erschienen.

Tatsuo Hori gilt als Schüler von Ryunosuke Akutagawa. Seine ersten Werke zeigen jedoch auch eine Nähe zur proletarischen Literaturbewegung.

Tatsuo Hori litt an Tuberkulose, weswegen er viel Zeit in Karuizawa verbrachte. Viele seiner Novellen spielen daher in den Bergen von Nagano. 1943 verlobte er sich mit Ayako Yano, die ebenfalls an Tuberkulose erkrankt war. Doch bereits im folgenden Jahr starb die Verlobte, während das Paar gemeinsam Zeit in einem Sanatorium verbrachte. Tatsuo Horis Novelle „Der Wind hat sich erhoben“ basiert auf diesen Geschehnissen. Die Novelle wurde 2013 von Hayao Miyazaki für den Animationsfilm „The Wind has Risen“ (Studio Ghibli) adaptiert. Der Film gilt als Hommage an Tatsuo Hori und den Flugzeugingenieur Jiro Horikoshi.

1938 heiratete Tatsuo Hori Tae Kato, mit der er in Karuizawa lebte. 1941 erschien sein erster Roman „Naoko“. 1946 verschlimmerte sich Tatsuo Horis Tuberkuloseerkrankung und er publizierte kaum noch. 1953 starb der Autor.

Abgesehen vom Roman „Naoko“ kommen Tatsuo Horis Werke meist mit sehr wenig bzw. nahezu kaum Handlung aus und wirken wie Notizen von Impressionen und Reflektionen.

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Ins Deutsche übersetzte Werke und hier rezensiert:

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